Unsere aktuelle Ausstellung

   

04.06. - 05.07
Eva Niemann, Malerei und Zeichnungen

Eva Niemann arbeitet außerhalb gegenstandsbezogener Assoziationen. Vergeblich sucht man in ihren Bildern nach der Linie des Horizontes oder organisch anmutenden Formengeflechten. Hier sind keine flirrenden leichten Töne zu vernehmen, sondern sich langsam steigernde Rhythmen wechselnder Stabilitäten zwischen Dissonanz und Harmonie, variierende Wiederaufnahmen von Farbreihungen scheinbar in sich ruhender Flächenformen und Farbbahnen mit all­mählich sich steigernder Intensität der jeweils als beherr­schend wahrgenommen Grundfarbe eines Bildes. Nicht nur Kontraste führen zu dieser Intensität sondern auch all jene Töne, die diese Farben enthalten, sie sind Wegbereiter und Stützen zugleich. Ton-in-Ton-Stufen, entstanden durch wiederholte Übermalungen, die untere Farbschichten kaum oder gerade noch durchscheinen lassen, führen schließlich zum reinen Farbklang, der der eigenen Vorstellung etwa eines ultimativen Gelb oder Rot entspricht. Eva Niemann verliert sich dabei nie im Taumel unendlicher Modulationen. Immer ist man verblüfft von dem zielgerichteten, sicheren Einsatz der Mittel, der stringenten Klarheit ihrer farb­poetischen Sprache. Und immer ist da das vermittelnde Grau, in dem all jene Farben verborgen zu sein scheinen, die das Bild bestimmen, ein Grau, das manchmal kaum wahrnehmbar ist, bald offen erscheint und ein wesentlicher Schlüssel zum Geheimnis der Strahlkraft ist, die von diesen Bildern ausgeht. Es ist ein Grau, das manchmal auch dominiert und das etwas von jenem melancholischen, wie vornehmen Geist der Hallenser Schule bewahrt, für die der Lehrer Hermann Bachmann stand. Das Thema Farbe hat beide auch theoretisch immer begleitet und verbunden. In dem besonderen Verständnis für Grau und seine unter­schiedlichen Farbwerte mögen sich Lehrer und Schülerin einvernehmlich getroffen haben und doch hat es in ihren Werken jeweils seinen eigenen unnachahmlichen Platz. In ihren Graphitzeichnungen macht Eva Niemann auf eindrückliche Weise deutlich, wie sehr sie Schwarz in seinen Grau erscheinenden unterschiedlichen Stärken als farbige Entsprechungen begreift. Oft zur Fläche sich verdichtende Schraffuren entfalten ein breites Spektrum zwischen Schwarz und Weiß und machen den Reichtum unter­schiedlicher Grauwerte, die je nach Lichteinfall auch blau anmuten können, in atemberaubender Wucht geradezu beispielhaft erlebbar. Dr. Anita Kühnel, Auszug aus einer Rede zu Eva Niemann auf Burg Klempenow, 2018

Bild: o. T., 2018, Eitempera_Leinwand, 115 x 115 cm
einführende Worte: Reinhard Rex

Sehr geehrte Damen und Herren

Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, dem 04. Juni, um 19.00 Uhr oder zu einem späteren Besuch laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich in die Galerie Himmelreich ein.

Alfons Scholz
Vorsitzender des Vereins "Freunde des Himmelreichs"
Galerie Himmelreich, Breiter Weg 213b, Ecke Danzstraße, 39104 Magdeburg, Öffnungszeiten: Di - Fr 12 - 18 Uhr und Sa 10 - 13 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

 

   

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